Frankfurt Messehalle 12

Im Oktober 2018 wurde die Halle 12 der Frankfurter Messe feierlich eröffnet: Ein 250-Mio.-€-Projekt, an dem mehr als 100 Experten, darunter die Entwurfsverfasser aus dem Aachener Büro kadawittfeldarchitektur sowie Tragwerksplaner und andere Fachingenieure, getüftelt hatten.

Frankfurt Messehalle 12

Ab August 2016 übernahmen dann die Baufachleute das Ruder und gaben dem Areal im Westen der Mainmetropole ein markantes Gesicht, wobei in dieser Arbeitsgemeinschaft die Hochbau-Experten von Max Bögl in technischer Federführung die schlüsselfertige Erstellung der neuen Messehalle verantworteten. Schon allein durch ihre Größe setzt sie inspirierende Akzente – mit einer Länge von ca. 248 m, einer Breite von 118 m und einer Höhe von 30 m. Verteilt auf zwei Geschossebenen, die sich unabhängig voneinander flexibel nutzen lassen, bietet sie mit 33.600 m² Ausstellungsfläche jede Menge Platz und Raum für bis zu 23.600 Personen. Geschossübergreifende Foyers im Osten, Westen und Norden, die durch insgesamt 18 Rolltreppen werden, begrüßen die Besucher hier mit viel Licht und dem Eindruck von Großzügigkeit.

 

Glasfassade und optisch ansprechende Stahlkonstruktion der Firmengruppe Max Bögl bei der Messehalle 12 in Frankfurt
Foto: Messe Frankfurt/ Jean-Luc Valentin

 

Die Leichtgewichte unter den Stahlbeton- und Stahlelementen sind zwischen 10 t und 20 t schwer, die Giganten mit ca. 27 m wiegen dagegen bis zu 110 t: Spannbetonbinder, die als Hauptträger für die obere Hallenebene dienen. Ein gewaltiger Raupenkran mit einer maximalen Traglast von 600 t hob sie exakt auf die Stützen, zudem drehten sich bis zu zwölf Krane mit ihren Auslegern auf dem Gelände und unterstützten dort in Spitzenzeiten der Rohbauphase bis zu 500 Facharbeiter bei der technisch komplexen Errichtung des Gebäudes. Im September 2017 konnte der Rohbau dann abgeschlossen werden. Unmittelbar folgend, begannen der Innenausbau und die Installation der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) in allen Etagen vom Keller bis zum Dach. Darüber hinaus entstand neben der zweigeschossigen Messehalle ein neues Parkhaus mit ca. 800 Stellplätzen. Die umfangreichen Stahlbauarbeiten für die beiden Foyers der Halle und das Parkhaus mit einem Gesamtvolumen von ca. 2.500 t verantwortete der Stahl- und Anlagenbau der Firmengruppe Max Bögl in Liefergemeinschaft mit dem Stahlbau der Ed. Züblin AG.

 

Blick in den Innenbereich der neuen Messehalle 12 in Frankfurt
Foto: Messe Frankfurt/ Jean-Luc Valentin

 

Technische Besonderheiten

  • Foyer Ost: räumliche Stahlfachwerkkonstruktion (Dreiecksbinder mit auskragenden räumlichen Rohrstreben) auf Rohrstützen
  • Vormontage der Dreiecksbinder auf der Baustelle und einer Montage in bis zu 20 m Höhe
  • Hohe Toleranzanforderungen für die Fassadenelementeanschlüsse
  • Parkhaus: 250 m lang und 28 m breit für ca. 1000 Stellplätze
  • Stahlverbundträger mit Kammerbeton in den unteren 2 Ebenen
  • Montage zwischen Stahlbetonwänden und Stahlbetonunterzügen bzw. an die Stahlbetonspindel angeschlossen
  • Stahlverbundträger und Stahlstützen in den oberen 3 Ebenen mit Anschluss an die Stahlbetonwände der Messehalle und an die Stahlbetonspindel

Daten und Fakten

  • Februar 2017 – November 2017
  • Gesamttonnage 1.370 to Stahl
  • 650 to - Foyer Ost - Stahlfachwerkkonstruktion Dreiecksbinder auf Rohrstützen
  • 620 to - Stahlverbundparkhaus
  • 100 to Fassaden Unterkonstruktionen, Dacheinhausungen und Vordächer

 

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